Die EU-Omnibus-Verordnung hat den Rahmen der Berichtspflicht nach der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) neu definiert. Viele mittlere Unternehmen können aufatmen, da sie entweder erst später oder gar nicht von den umfangreichen Berichtspflichten betroffen sind. Doch ist das wirklich ein Grund, Nachhaltigkeitsmanagement und -berichterstattung auf die lange Bank zu schieben? Ganz im Gegenteil! Gerade jetzt bietet sich die Chance, freiwillig aktiv zu werden und von den Vorteilen einer nachhaltigen Unternehmensführung zu profitieren.
Warum nachhaltige Unternehmensführung jetzt Priorität hat
Auch wenn viele Unternehmen zunächst nicht berichtspflichtig sind, bleibt die Transformation hin zu nachhaltigem Wirtschaften eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Die Gründe dafür sind vielfältig:
- Wachsende Markterwartungen: Verbraucher:innen, Investor:innen und Geschäftspartner:innen achten zunehmend auf nachhaltiges Handeln. Unternehmen, die glaubhaft nachhaltige Strategien verfolgen, gewinnen an Reputation und Vertrauen.
- Regulatorischer Wandel: Die EU-Omnibus-Verordnung mag zwar die CSRD-Anforderungen verzögern oder reduzieren, aber Nachhaltigkeitsanforderungen verschwinden nicht. Unternehmen, die frühzeitig proaktiv handeln, sind besser auf zukünftige Anforderungen vorbereitet.
- Ressourcenschonung und Effizienz: Nachhaltigkeitsmaßnahmen zahlen sich aus – durch Kosteneinsparungen, effizientere Prozesse und eine geringere Abhängigkeit von knappen Ressourcen.
- Innovationspotenzial: Nachhaltigkeit ist ein Innovationstreiber. Unternehmen, die auf freiwillige Standards setzen, fördern kreative Lösungsansätze und stärken ihre Wettbewerbsfähigkeit.
Chancen für kleine und mittlere Unternehmen durch freiwillige Berichterstattung
Die freiwillige Anwendung von Nachhaltigkeitsstandards ist nicht nur ein Zeichen von Weitsicht, sondern bietet auch konkrete Vorteile:
- Strategische Ausrichtung: Freiwillige Berichterstattung nach dem VSME- oder GRI-Standard unterstützt kleine und mittlere Unternehmen dabei, ihre Nachhaltigkeitsstrategie zu strukturieren und messbare Ziele zu setzen.
- Vertrauensbildung: Eine transparente Berichterstattung signalisiert Stakeholdern – von Kund:innen über Investor:innen bis hin zu Mitarbeitenden – Verantwortungsbewusstsein und Engagement.
- Wettbewerbsvorteil: Nachhaltigkeitsberichte können als Marketinginstrument genutzt werden, um die eigene Positionierung am Markt zu stärken und sich positiv von Wettbewerbern abzuheben.
- Interne Motivation: Ein klarer Fokus auf Nachhaltigkeit motiviert Mitarbeitende, sich aktiv an der Transformation zu beteiligen. Nachhaltige Werte schaffen ein attraktives Arbeitsumfeld und binden Talente langfristig.
Ein Impuls für die Transformation
Unternehmen, die freiwillig handeln, positionieren sich als Vorreiter:innen in einer Wirtschaft, die zunehmend nachhaltiger wird. Sie geben sich nicht nur selbst einen Vorsprung, sondern leisten einen wertvollen Beitrag zur gesellschaftlichen Transformation. Diese Vorreiterrolle stärkt nicht nur die eigene Marktposition, sondern wirkt auch als Multiplikator – für Kund:innen, Partner:innen und die gesamte Branche.
Fazit
Die durch die EU-Omnibus-Verordnung geschaffenen Freiräume sollten nicht als Pause, sondern als Chance genutzt werden. Freiwillige Nachhaltigkeitsberichterstattung ist mehr als nur eine strategische Maßnahme – sie ist ein klares Bekenntnis zu Verantwortung und Zukunftsfähigkeit. Unternehmen, die jetzt handeln, sichern sich langfristig Vorteile und setzen ein starkes Zeichen für den Wandel.
Jetzt ist die Zeit, Verantwortung zu übernehmen und die Transformation aktiv zu gestalten – bevor es andere tun.








































































